14 - 11 - 2018

Internationaler Frauentag am 08.03.

Auch der Internationale Frauentag hat etwas mit Braunschweig 1913 zu tun, und insbesondere mit Minna Faßhauer.

Darüber erschien in der BZ vom 07.03.2013 eine Würdigung von Prof. Biegel über die bemerkenswerten Braunschweiger Vorgänge, die als Vorläufer-Ereignisse diesen Tag  entscheidend mit beflügelt haben. Biegel schreibt dazu u.a. :

"Das alles beherrschende Thema der ersten Jahre war tatsächlich die Forderung nach dem freien, geheimen und gleichen Frauenwahlrecht. Daneben ging es um ein Problem, das bis heute kaum an Aktualität eingebüßt hat, nämlich die Forderung „gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung für Frauen und Männer sowie die Festsetzung von Mindestlöhnen“.

Noch bevor der 8. März international als Frauentag bestimmt worden war, hatte dieser bereits in Braunschweig vor 100 Jahren eine besondere Bedeutung besessen.

Damals hatte am 8. März 1913 eine große Frauenkundgebung, erstmals an diesem Tag, stattgefunden. Hauptrednerin im Saal „Der Hohentorschänke“ war Rosa Luxemburg, eingeführt von Minna Faßhauer, die in engem Kontakt zu Clara Zetkin und Rosa Luxemburg stand.

Es waren fast 500 Teilnehmerinnen versammelt, denen Rosa Luxemburg ihre Ideen von Gleichberechtigung der Frauen und Frauenwahlrecht in „flammenden Worten“ vortrug. Eine gute Stunde dauerte die Rede und die Menge war begeistert."  (Hervorhebungungen vom Verf.)

Siehe die ganze Kolumne Biegels vom 7.3.2013:  Ein Frauentag vor 100 Jahren <


Dieser Aspekt zur Braunschweiger Sicht auf "1913" findet sich im Kulturprojekt der Stadt mit keinem Wort erwähnt, auch nicht die Rolle von Minna Faßauer, die kurz darauf sogar eine herausgehobene Bedeutung als erste Ministerin im Jahre 1918 erlangte.

Da hätte die Stadt mal echt was eigenes und historisch Bemerkenswertes zum Thema "1913" gehabt und nutzt es nicht!

Frauenkämpfe von 1913 wurden im städt. Kulturprojekt ausgeblendet

Die Kulturverwaltung hatte diese Aspekte für ihr offizielles Programm zur Jahrhundert-Kulturfeier ausgeblendet und z.B. einem entsprechenden Beitrag eines freien Kulturträgers jegliche Förderung versagt.

48 € für kostenlose Kopien sind der Stadt zuviel

Selbst 48 € für Kopien aus dem Stadtarchiv seien zuviel. Stattdessen gab der Verwaltungsausschuss der Stadt mit Stimmen von CDU und SPD weitere 100.000 € für´s Stadtmarketing für "1913"-Image-Werbung zur Beschlußfassung frei mit Einzelpositionen wie "typischerweise Verwendung fanden Speisen und Getränke ..."

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