21 - 10 - 2018

Die offizielle Bilanz der "1913"-Feiern

Natürlich war alles richtig gewesen, was man geplant habe, nölte Hoffmann am 19.12. in der Dornse, und Biegel habe auch noch den weltberühmten Bestseller-Autor Professor Clark dahergebracht, der die These von der Ahnungslosigkeit der Teilnehmer jener Fürstenhochzeit bestätigt habe. Berühmte Leute hätten den Mut der Braunschweiger gelobt, die den Mut zu einem solchen Unterfangen gehabt hätten. Nur das Land Niedersachsen habe nicht so richtig mitgespielt. Aber der größte Dank gebühre  Professor Stölzl, der dem Ganzen erst einen Sinn verliehen habe. Damit leitete Hoffmann über zum Spiritus rector des ganzen Unternehmens.

Und der legte los. So viele bunte Seifenblase hat man noch selten aufsteigen sehen. So viel Gesülze und triefendes Öl für die Braunschweiger, die ihre Stadt in einen Raum für dieses grandiose Spektakel verwandelten. Deren  kollektive Leistung dieses „Themenjahr“ mit seinen  200 Veranstaltungen gewesen sei.  Die zusammenfanden zu einer Zivilgesellschaft (das gab es anscheint vorher nicht in Braunschweig), und das  sei bekanntlich eine Gesellschaft, die sich nicht berieseln lässt, sondern  selbst aktiv gestaltet. Da mag er wohl an das Musical in der Brunsviga gedacht haben, aber sicherlich nicht an die Mitglieder des zivilgesellschaftlichen AK „Jetzt schlägt´s 13“,  die eigene Veranstaltungen auf die Beine stellten und die Broschüre schufen, die vermutlich als einziges Resultat  das Jubeljahr überleben wird.. Aber davon weiß Stölzl wahrscheinlich gar nichts Doch er weiß, was „1913“ den Braunschweiger gegeben hat: die Ehre. Es ist nämlich eine Verpflichtung der alten Städte, ihre Tradition zu pflegen, darin liegt ihre Ehre, und die ist mindestes ebenso wichtig wie die tägliche Daseinsvorsorge. Das war es wohl, was Hoffmann mit der Stölzlschen Sinnstiftung  gemeint hatte.

Noch ein paar Sentenzen sind im Gedächtnis geblieben: Die Fürstenhochzeit war der „hermeneutische Schlüssel“ für 1913, IIlies und Clark wurden zu „Meisterdenkern“ ernannt, und letzterem gebührt das Verdienst, dass er den Deutschen eine „psychotherapeutische“ Behandlung zukommen ließ, die für sie sehr befreiend war.

Vor dem Altstadtrathaus wurden Flugblätter verteilt, in denen das Friedenszentrum eine wirkliche Bilanz des Jubeljahres, gezogen von Andreas Matthies, für den 16.Januar 2014 in Aussicht stellt (19 Uhr, Alte Waage.). 

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