14 - 08 - 2018

BZ, 21.9.2012: Jetzt schlägt´s dreizehn - Tanz am Abgrund

Wie dünn die Bretter sind, die mit dem offiziellen Kulturprojekt 1913/2013 gebort werden sollen, wurde im einem Interview mit OB Hoffmann in der BZ vom  21.September 2012 drastisch vor Augen geführt.

Hier dazu in Auszügen und die zugehörige Verlinkung des ganzen Artikels von Redakteur Martin Jasper:

"Jetzt schlägt’s 13 – der Tanz am Abgrund

... Oberbürgermeister Gert Hoffmann: Victoria Luise steht nicht im Mittelpunkt

„Es geht um Dreizehn“, sagt der Oberbürgermeister geradezu beschwörend, als er uns in sein Büro bittet. „Das Thema ist ein sehr persönliches Anliegen von mir.“ Und wir denken spontan: Na, das wäre doch eigentlich ein klasse Titel für das ganze Spektakel zum Gedenken an die Hochzeit zwischen dem Welfenprinzen Ernst August und der hohenzollerschen Kaisertochter Victoria Luise anno 1913: Einfach knallrot über alle Plakate: Dreizehn!

Die Schicksalszahl...

Denn klar: Dreizehn ist nicht Vierzehn. Mit Dreizehn hat Braunschweig ein Alleinstellungsmerkmal erster Güte – wenn die Planer es clever anstellen. Vierzehn, meint der Oberbürgermeister wohl nicht ganz zu Unrecht, werde auf der ganzen Welt ein Mega-Gedenkjahr sein, da würde Braunschweig nicht auffallen.

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Das ist dem Oberbürgermeister wichtig: „Irgendwer hat in der Stadt das Gerücht gestreut, es gehe uns um die Verherrlichung der Victoria Luise.
Klar, die war zu Lebzeiten ein Star in der Stadt. Jeder, der sie noch erlebt hat, erzählt ja gern, wie er bei ihr zum Tee war. Aber sie war doch keine bedeutende Persönlichkeit. Sie hat ja nicht regiert, sondern war nur Gemahlin. Meines Wissens hat sie keine politischen Akzente gesetzt. Deshalb sollte sie nicht im Mittelpunkt des Jubiläums stehen.“

In einer Mischung aus Resignation und Amüsiertheit versucht Hoffmann im Herbst seiner Amtszeit auch noch einmal, sein Image zu justieren: „Mancher vermutet ja, dass ich die Welfen wieder auf den Thron bringen will – oder gar mich selbst.“

Als Fokus seines Interesses nennt der „Hobbyhistoriker“ viel mehr die Spanne zwischen 1866 und 1913. Ganz kurz: 1866 verloren die Hannoverschen Welfen gegen Preußen und mussten ins Exil. Durch die Berliner Heirat von 1913 wurde der vakante Welfen-Thron wieder besetzt – allerdings in Braunschweig, nicht in Hannover.

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Mehr als Victoria Luise interessiert ihn dabei deren Ehemann: „Wie hat Ernst August eigentlich regiert? Was hat er bewirkt?“ "

www.braunschweiger-zeitung.de/kultur/ausstellungen/jetzt-schlaegt-s-13-der-tanz-am-abgrund-id762621.html

Bitte dazu immer dazu im Hinterkopf behalten: Kostenpunkt dieser feudalen Rückbesinnung für Braunschweig - 1,2 Millionen Euro !

Otto IV. war aber noch etwas teurer.

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